Via Malte ist mir ein Thema wieder vor Augen geführt worden, welches sicherlich die meisten potentiellen Kunden einer Agentur beschäftigen wird:
Was darf SEO kosten?
SEO kann prinzipiell ähnlich performancebasiert bewertet werden, wie es bei SEM-Kampagne Gang und Gäbe ist. Einzig und allein der Bewertungszeitraum dieses Marketing-Instruments darf nicht kurzfristig gewählt werden, wie z.B. beim Keyword Advertising.
Der Bewertungszeitraum
Genau hier liegt bei der Messbarkeit von Suchmaschinenoptimierung der Hund begraben. Meist werden von Agenturen – ich schließe mich hier beim besten Willen nicht aus – Argumente an den Tag gelegt, die einerseits auf die Dauer bis zum Eintreten der Wirkung abzielen, andererseits die schwere Realisierung der vorgeschlagenen Konzepte wegen IT-Engpässen etc. (das Problem ist hinlänglich bekannt) moniert und somit die ausbleibenden Effekte rechtfertigt. Dem gegenüber stehen jedoch lange Vertragslaufzeiten, die in der Suchmaschinenoptimierung durchaus üblich sind. Ergo sollte man diese auch heran ziehen, wenn es an der Zeit ist, die Effektivität und somit den Nutzen einer Agentur zu bewerten.
Bewertungskriterien einer SEO-Agentur
Meist decken Beratungsverträge im Bereich der Suchmaschinenoptimierung für gänzlich unbedarfte und SEO-technisch jungfräuliche Unternehmen eine Standardoptimierung, die darauf folgende Beratung, einige Floskeln und meist ein wenig Linkbuilding ab. Im Prinzip kann die Agentur auch machen, wonach sie lustig ist, der Effekt muss spürbar und der ROI > 1 sein. Und genau dort kann das Unternehmen auch mit der Bewertung ansetzen.
Mit annähernd jedem Tracking-Tool sollte es möglich sein, die Zugriffe und die Leads/Sales/whatever aus den Suchmaschinen zu messen. Niemand will nur Traffic auf seiner Seite haben. Traffic kostet Resourcen, Resourcen kosten Geld. Man will guten Traffic der konvertiert. Nicht zum Islam, sondern in bare Münze
Somit sollte bei einem langfristig wirkenden Marketing-Instrument wie der Suchmaschinenoptimierung auch der letzte bzw. die letzten Monate der Vertragsdauer zur Bewertung der Agenturleistung heran gezogen werden.
- Wie haben sich die Zugriffe aus den Suchmaschinen entwickelt?
- Wie haben sich die Konversionen aus den Suchmaschinen entwickelt?
- Wie ist der ROI auf meine SEO-Maßnahmen?
Setzt man voraus, dass innerhalb des Beratungszeitraums die empfohlenen Optimierungen auch umgesetzt wurden, so sollte der ROI gegen Vertragsende einerseits steigen, andererseits die 100% überschreiten. Wenn diese Punkte erfüllt sind, so sollte auch einer Weiterbeschäftigung der Agentur nichts im Wege stehen und sich die Gesamtkosten über den Beschäftigungszeitraum auch auf kurz oder lang decken.
Was darf eine SEO-Agentur kosten
Unternehmer erwarten sich grundsätzlich eins: mehr Sales, mehr Gewinn, mehr Geld auf dem eigenen Konto. Und keiner kann es ihnen verübeln, schließlich geht es uns allen so. Die Erwartungshaltung bei der Beschäftigung einer SEO-Agentur sind also mindestens die kostendeckend zu arbeiten. Warum nur kostendeckend? Bei den meisten Geschäftsmodellen bringt eine Steigerung der Sales gleichzeitig bessere Verhandlungspositionen gegenüber Lieferanten etc. Somit lohnt sich ab diesem Zeitpunkt bereits die Investition. Ziel einer jeden SEO-Agentur sollte jedoch sein, dieses Mindestmaß zu übertreffen.
Wenn ich also eine SEO-Agentur mit einem überzogenen Angebot für einen hohen fünfstelligen Betrag pro Jahr beschäftige, müssen auch die Erlöse das Honorar decken. Anhand des Deckungsbeitrags für den Durchschnittswarenkorb eines Shops kann man sich relativ einfach ausrechnen, wie viele Sales man für die Beschäftigung einer Agentur on top benötigt, damit der ROI > 1 ist.
Fazit
SEO lohnt sich, ist berechenbar und performance-orientiert. Und genau dorthin wird sich das Business entwickeln.
Tags: agentur, performance, SEO
ReTweet SEOigg it YiGG it Mister Wong it Digg it
Ähnliche Beiträge:
Man sollte seinen Kunden auch mal aufzeigen, dass KEIN SEO zu betreiben den Nachteil hat Marktanteile an Andere zu verschenken. Da muss man nicht mal Gewinne und Sales (Steigerung) erzeugen, weil das manchmal schon gar nicht mehr möglich ist (z.B. für neuere Plattformen in gesättigten Märkten). Es geht einfach darum, dass die Konkurrenz nicht vollends davon fährt.
Dies ist kein Hauptargument, kann aber begleitend eingesetzt werden!
Die Frage des Kostenpunktes ermittelt sich immer durch die Keywords und die angestrebte Position bei Suchmaschinen. Möchte z.b ein Kunde mit 4 verschieden Keywords in einem Themenbereich auf Platz 1 stehen und das über eine längere Zeit, muss er sich bewusst sein, dass das eine Menge Arbeit ist und sich daraus die meist utopischen Summen bilden. Meiner Meinung nach, ist der Preis je nach Art und Größe des Projekes gerechtfertigt.