Samstag geht’s los, die SEO Campixx öffnet die Türen. Meine Wenigkeit wird am Sonntag vor der Mittagspause auch referieren zum Thema Branding: Endstation Suche.
Um was wird es gehen oder noch besser: Was soll ein SEO in einem Vortrag über Branding?
Ganz einfach: jede Branding-Kampagne landet früher oder später in der Suche. Und dort heißt es für jeden SEO anpacken, Online Reputation Management, kurz ORM, ist gefragt.
Doch allein das wäre zu einfach, denn für einen Suchmarketer spielt auch das Tracking eine Rolle. Welchen Trackingansatz verfolge ich? Wie kommt der Suchende über die Branding-Kampagne auf die Seite? Wie kann ich die Erfolge am besten festhalten?
Falls ihr noch Fragen oder Vorschläge zum Thema habt, gebt einfach einen Kommentar ab. Ansonsten bis zum Wochenende!
Lange nichts mehr gebloggt, gestern auch noch am SEO Stammtisch deswegen “ermahnt” geworden – da ist mir doch gleich ein kurzes Thema über die Leber gelaufen.
Robert – I sell everything – Basic’s Twitteraccount @robgreen wurde gestern verkauft, verschenkt oder was auch immer – who cares. Auf jeden Fall war es für einen Dienstagmorgen zu viel für die Netzgemeinde und ein kleiner Hype. Doch ob PR-Gag oder einfach nur Aufmerksamkeitsbedürfnis eines Ex-Bloggers, einen Wirbel hat die Nachricht allemal erzeugt. Doch was kann man nun mit einer derartigen Aktion überhaupt erwirken?
In Deutschland hat er’s auf jeden Fall an die Nummer 1 der populärsten Tweets geschafft – via twirus
Nachteil wenn man seine Follower verramscht ist sicherlich, dass einen auch noch einige Follower verlassen. Jedoch viel zu wenige wie ich finde, von Spitze 5044 sind nun noch 4739 übrig. Ergo interessiert es lediglich knapp 300 Follower von Robert, dass sie verkauft werden und mit ihnen Geld gemacht wird. Der Rest? Will wohl wissen, was passiert oder Robert reich machen
Eine gelungene Aktion, die sowohl Links als auch Rummel um die Person Basic erzeugt hat. Ich bin gespannt, wann Robert Basic, seinen Social Bookmark, Facebook oder Xing-Account verkauft…
Die ganze SEO-Blogosphäre aus dem deutschen Raum schreit laut auf, weil Google jetzt Brands bevorzugt: ja da war es, das ominöse PipXmasUpdate.
Geschrei war groß, Befürchtungen vom Ende der Suchmaschinenoptimierung wurden laut, manch einer hat vielleicht sogar schon den Beruf gewechselt? Jetzt mal im Ernst: Nur weil bei den großen, trafficstarken Keywords die Brands den Sprung nach vorne geschafft haben, muss man nicht gleich zu Weinen beginnen.
Den besten Artikel von den zahlreich erschienenen Endzeit-Prophezeihungen, den apokalyptischen Reitern der SEO-Szene, ja dem Ende des SEO-Maya-Kalenders hat der Mediadonis geschrieben: Die Macht der Marke. Nix Endzeit, kein Wechsel zu Offline-Medien, kein Praktikum bei nem TV-Sender – nein, einfach eine Weiterentwicklung seitens Googles. Und warum? Weil jemand, der nach einem Handy oder einem DSL-Anschluss sucht vielleicht nicht auf die zahlreichen Affiliate-Seiten kommen will, sondern dann doch tatsächlich einen Brand sucht. So einfach ist das.
Der Pfad der Gerechten ist zu beiden Seiten gesäumt mit den Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Gesegnet sei der, der im Namen der Barmherzigkeit und des guten Willens die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit geleitet. Denn er ist der wahre Hüter seines Bruders und der Retter der verlorenen Kinder.
PS: Ich konnte positive Effekte spüren nach dem Update. Wen erging’s genauso?
Man meint, die Adventszeit wäre etwas ruhiger, doch gerade in den letzten Tagen hat sich nicht nur Seitens Google einiges getan (Echtzeitsuche und personalisierte Suche). Drei tolle Tools sind gestartet, die ich kurz vorstellen möchte:
Zum einen ist da das Long Tail Keyword Tool von Kai Spriestersbach, was eine simple Idee aufgreift. Aber genau die sind ja bekanntlich die besten. Das Tool erfasst die Google Suggests mit bis zu zwölf Abfragen in die Tiefe. Ein Muss für jede Keywordrecherche.
Auch sehr praktisch für die Firefox-Statusleisten-Sammlung ist die Sistrix Toolbar. Neben PageRank und Alexa Rank wird auch der Sichtbarkeitsindex in der Statusleiste angezeigt. Simpel und nützlich, allerdings nur via API und somit für Toolbox-Kunden verfügbar.
Eine Institution unter den kostenlosen SEO-Tools bekommt eine neue Heimat: Linkvendor zieht unter das Searchmetrics-Dach und ist ab sofort als Searchmetrics Rapid unterwegs. Neben den alt bekannten Funktionen bietet Rapid zusätzliche Daten aus dem Searchmetrics-Bestand an, die Interessenten für wenig Geld beziehen können. Eine wunderbare Zusammenfassung von Rapid gibt es bei SEO Book.
In dieser Woche sind mir gleich drei Linkbaits bzw. virale Kampagnen über den Weg gelaufen, die dann doch einen ganzen Blogbeitrag verdient haben.
IKEA Facebook virale Kampagne
Eine richtig geile Kampagne haben die Jungs und Mädels von der schwedischen Agentur Forsman & Bodenfors auf die Beine gestellt. Um-die-Wette-Sofa-Tagging heißt die Disziplin, die in folgendem Video erklärt wird:
Hansaplast’s Creme gegen kalte Füße
Auch richtig toll sind die kältesten Füße der Welt von Hansaplast. Schön gemachte Seite mit sprechenden Füßen im Stile der goldenen Zwanzigern. Eine echt schöne Kampagne, um ein neues Produkt zu bewerben.
Der Twitter Wandkalender von druckerei.de
Einen richtig schönen Linkbait hat druckerei.de auf die Beine gestellt. Unter dem Motto Zwitschern für den Wandkalender 2010 können alle, die folgenden Tweet veröffentlichen, an der Verlosung von mindestens 50 Wandkalendern teilnehmen:
Ich möchte einen Twitter-Wandkalender 2010 von @druckerei_de bekommen. Zur Aktion von www.druckerei.de -> http://bit.ly/4vTob5
Wer dem Thema einen Blogbeitrag widmet, bekommt sogar definitiv einen Kalender wie diesen:
Google unternimmt weitere Schritte, um seine Produktsuche zu verfeinern und für die potentiellen Käufer attraktiver zu machen. Wie im offiziellen Blog angekündigt, wird die Produktsuche um einige Features erweitert:
hochauflösende Produktbilder in der neuen Galerie
Zusammenfassungen der Produktbewertungen für den besseren Überblick
Integration von Video-Bewertungen
anzeigen des nächst gelegenen Shops via Maps
und die verbesserte Darstellung auf mobilen Endgeräten
Die Neuerungen kann man entweder am hübschen Boots für den Winter (Produktbild-Beispiel) oder an einer Digitalkamera (Bewertungen) begutachten. Mehr Beispiele gibt’s im Google Blog.
Der böse SEO mag vielleicht behaupten, das alles sei gescrapter Content hübsch aufbereitet, aber da in die Produktsuche und somit auch in den Universal Search auf kurz oder lang integriert sicherlich ein nächster Schritt, um den Platzhirschen bei den Preisvergleichen Fans abzuwerben.
Wie Matt Cutts in seinem Blog verkündet, geht die nächste Google-Version mit dem Codenamen “Caffeine” nach den US-Amerikanischen Feiertagen live. Morgen ist der Veteran’s Day, das könnte bedeuten, dass ab Donnerstag die neue Suchtechnologie nach und nach auf alle Datencenter übertragen wird. So wörtlich:
“I don’t expect Caffeine to go live at additional data centers until after the holidays are over.”
Was ist neu an Caffeine?
Wie die Beta bereits erahnen ließ, wird Google den Index um einiges erweitern. Anzeichen dafür gab es schon in den letzten Wochen, bei vielen Seiten wurde ein Anstieg der indizierten Seiten wahr genommen. Des weiteren wird Caffeine auch auf Geschwindigkeit der SERPs optimiert sein, wie die Auswertung von Sistrix schön gezeigt hat.
Inwiefern sich Caffeine auf eine Veränderung der Rankings auswirkt, bleibt wohl bis zum definitiven Start in den nächsten Tagen das größte Geheimnis um die neue Engine.
====================
Update 12.11.:
Mit “holidays” hat der gute Matt anscheinend Weihnachten gemeint. Wer denkt schon im November an das Christfest Dann können wir ja beruhigt ins Weihnachtsgeschäft gehen…
Der große Ausverkauf bei quelle.de legte am vergangenen Sonntag nicht nur den Shop lahm sondern lieferte auch mit dem Slogan “Deutschlands größter Ausverkauf” Futter für die Suche. Abgesehen von der Brand-Nachfrage schnellten die Suchanfragen nach “Ausverkauf” für dieses recht schwach frequentierte Keyword in exorbitante Höhen. Google Insights for Search liefert folgende Werte für den Anstieg im Referenzzeitraum von 30 Tagen ab heute:
Wie realistisch diese Werte sind, zeigt die nächste Grafik. Hier werden die Ad-Impressions zum Keyword “Ausverkauf” im Referenzzeitraum dargestellt:
Schön zu sehen, wie sich hier die Kurven annähernd deckungsgleich verhalten. Die erste Spitze um den 25. Oktober war die Reaktion auf die Bekanntgabe des Räumungsverkaufs, die bei der realen Nachfrage etwas schwächer ausfällt als in den von Google veröffentlichten Daten.
Der tatsächliche Anstieg der Nachfrage am 01. November wird von Insights zwar mit einem Wachstum über drei Tage hinweg interpretiert und das Nachlassen ist wesentlich abrupter als in der Realität, jedoch zeigt diese kurze Fallstudie recht schön, wie verhältnismäßig die Anstiege bei saisonalen / eventbedingten Nachfragen zu den realen Werten passen.
Ein großartiges Tool, mit dem man nicht nur vergangene Werte verifizieren, sondern auch Schlüsse für zukünftige Kampagnen ziehen kann.
Von der Funktionalität her vereint das neue Keyword-Tool nicht nur die Recherchefunktionen samt geschätztem Traffic auf dem Keyword, sondern bindet dazu noch die Möglichkeit des Traffic Estimators ein, Klicks und Anzeigenpositionen bei festgelegten Klickpreisen oder Budgets ausgeben zu lassen. Ergo können Keyword Recherchen nun zielgerichtet mit Klicks, Anzeigenpositionen, Trafficschätzungen bis hin zu lokalen Trends erstellt werden und erleichtern somit die Arbeit eines jeden Suchmaschinenmarketers.
Hier ein kleiner Screenshot des neuen Keyword Tools:
Sehr übersichtlich, sehr intuitiv und durchaus eine Bereicherung für jede Keyword-Recherche.
Excel – Multifunktionswaffe was die Datenverarbeitung betrifft. Die Tabellenkalkulationssoftware aus dem Hause Microsoft findet sich fast auf jedem Rechner wieder. Zwar machen die Google Spreadsheets, OpenOffice’s Calc oder andere Klone dem Marktführer Konkurrenz und jagen ihm auch Marktanteile ab, nur für jeden, der Tabellenkalkulation professionell nutzt, führt fast kein Weg an Excel vorbei. Ob für Reportings, Auswertungen, Controlling oder Optimierungen – die umfangreichen Funktionen machen von der einfachen Summe bis hin zu fortgeschrittenen statistischen Auswertungen das Leben leichter.
Vor allem für Online Marketer ist Excel eine Pflichtdisziplin. Egal ob SEO oder SEM, Excel gehört dazu. Ein effektives Kampagnenmanagement wäre für mich nur schwer vorstellbar ohne der Software. Eine exzellente fünfteilige Serie, wie man das Kampagnenmanagement mit Excel verbessern kann, hat Josh Dreller auf Search Engine Land (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5) im Sommer veröffentlicht, ein Muss für alle, die ohne Bid Management Tools am effektivsten ihre Kampagnen managen möchten.
Aber auch für Excel gilt wie für den Photoshop: mit Shortcuts arbeitet es sich einfach effektiver und leichter. Deswegen habe ich meine favorisierten Excel Shortcuts in einem kleinen Excel-Cheat-Sheet übersichtlich zusammen gestellt – eben nur das nötigste. Viel Spaß damit!
Die Welt der Suchmaschinen aus der Sicht eines Inhouse- und Agentur-SEOs. Infos rund um SEO und SEM live aus der bayerischen Landeshauptstadt von und mit Uli Zimmermann.